{"id":739,"date":"2022-12-20T11:26:08","date_gmt":"2022-12-20T11:26:08","guid":{"rendered":"https:\/\/grossetulln.at\/?p=739"},"modified":"2022-12-20T11:26:08","modified_gmt":"2022-12-20T11:26:08","slug":"videobeweis-otter-im-revier-bestaetigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/grossetulln.at\/index.php\/2022\/12\/20\/videobeweis-otter-im-revier-bestaetigt\/","title":{"rendered":"Videobeweis: Otter im Revier best\u00e4tigt"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"492\" src=\"https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-12.15-1024x492.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-740\" srcset=\"https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-12.15-1024x492.jpeg 1024w, https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-12.15-300x144.jpeg 300w, https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-12.15-768x369.jpeg 768w, https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-12.15-1536x738.jpeg 1536w, https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-12.15-2048x983.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Angenagte Fische, Markierungen auf Buhnen und das verschwinden kapitaler Laichfische. Die Spuren des Otters sind im Revier allgegenw\u00e4rtig. Jetzt beweisen erstmals Videoaufnahmen das Vorkommen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Er ist gekommen um zu bleiben. An Fl\u00fcssen und Teichen \u00fcberall in Nieder\u00f6sterreich ist der Fischotter zur\u00fcck &#8211; und stellt die Bewirtschafter vor Probleme. Wie umgehen mit den Raubtieren? Einerseits ist nat\u00fcrlich der Naturschutz zu verstehen, der sich \u00fcber das Aufkommen der einst verschwundenen Art freut. Andererseits sind nicht nur Otter sch\u00fctzenswerte Tiere. Auch Fische, deren Populationen stark unter druck geraten sind, bed\u00fcrfen unseres Schutzes. Beide Aussagen stimmen, und somit handelt es sich hier um einen klassischen Interessenskonflikt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Mythos Otter: Videobeweis best\u00e4tigt R\u00e4uber im Revier\" width=\"768\" height=\"432\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/BY7ME6JDSA0?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><figcaption class=\"wp-element-caption\">Videoaufnahme des Fischotters in Neulengbach bei der Anzbachm\u00fcndung<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Mancherorts sind die Fl\u00fcsse vom Otter regelrecht leergefegt. In anderen Revieren ist das Raubtier ebenfalls heimisch, verursacht aber weit weiger Probleme. Bei einem Gespr\u00e4ch mit einem Bewirtschafter eines &#8222;Otterreviers&#8220; an der Thaya im Waldviertel meinte dieser unl\u00e4ngst, dass sich der sp\u00fcrbare Schaden bei ihm in Grenzen h\u00e4lt, und eigentlich akzeptabel sei. Nur wenige Kilometer entfernt am Kamp schilderte ein Bewirtschafter wiederum apokalyptische Szenarien vom v\u00f6lligen Ausrotten einiger Fischarten durch den Otter.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"528\" src=\"https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-12.14-1024x528.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-742\" srcset=\"https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-12.14-1024x528.jpeg 1024w, https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-12.14-300x155.jpeg 300w, https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-12.14-768x396.jpeg 768w, https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-12.14-1536x792.jpeg 1536w, https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-12.14-2048x1056.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Fra\u00dfspuren: Viele Fische wie diese Barben haben Narben oder abgebissene Flossen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Dabei f\u00e4llt auf: Je naturn\u00e4her das Revier ist, desto weniger Probleme. Wenn die Fische Strukturen, Fluchtm\u00f6glichkeiten vorfinden, dann scheint eine halbwegs friedliche Koexistenz m\u00f6glich. in Abschnitten mit begradigten Ufern hat der Otter aber leichtes Spiel. Er kann sich sinnbildlich gem\u00fctlich die Serviette umbinden und einen Flussabschnitt ausjausnen. Die Fische haben kaum Chancen zu entkommen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"531\" src=\"https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-12.13.59-1024x531.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-744\" srcset=\"https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-12.13.59-1024x531.jpg 1024w, https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-12.13.59-300x155.jpg 300w, https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-12.13.59-768x398.jpg 768w, https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-12.13.59-1536x796.jpg 1536w, https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-12.13.59-2048x1062.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Geruchskontrolle. Otterkot hat einen tranigen Geruch, darin findet man Gr\u00e4ten oder Fischwirbel<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Auch im Revier Grosse Tulln I\/1 haben sich zuletzt die Spuren des Otters geh\u00e4uft. Bei Unterwasseraufnahmen ist die Mehrzahl der Fische verletzt oder angenagt. Auf markanten Stellen wie Steinbuhnen findet sich massenweise Otterkot. Der Wassermarder markiert so sein Revier. in den Exkrementen finden sich Fischgr\u00e4ten und Wirbel. Und besonders stark sind die indirekten Spuren im oberen Revierteil oder in kleinen zubringern. Noch vor wenigen Jahren fing man dort teils in winzigen Rinnsalen Forellen bis 50 Zentimeter, sobald eine geeignete Gumpe vorhanden war. Heute wimmelt es im oberen Revierteil zwar noch vor Wienerwaldforellen &#8211; allerdings bis etwa zu einer Gr\u00f6\u00dfe von 25 Zentimetern. Gr\u00f6\u00dfere Tiere fehlen inzwischen v\u00f6llig. Auch hier ist der Otter einer der Hauptverd\u00e4chtigen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"519\" src=\"https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-10.46.10-1024x519.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-743\" srcset=\"https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-10.46.10-1024x519.jpg 1024w, https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-10.46.10-300x152.jpg 300w, https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-10.46.10-768x389.jpg 768w, https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-10.46.10-1536x778.jpg 1536w, https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-10.46.10-2048x1037.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abfischung im Oberen Revierteil: Massenhaft kleine Forellen, gro\u00dfe Laichtiere sind aber verschwunden.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Was wir anhand dieser Spuren zwar wussten aber nicht beweisen konnten, ist nun klar. Der Otter ist im Revier Grosse Tulln und in den Zubringern angekommen. Beim Angeln mitten in Neulengbach konnte ich eines der Tiere filmen. Am hellichten Tag, an einer von Spazierg\u00e4ngern stark frequentierten Strecke. Wie viele Tiere es sind, ist schwer zu sch\u00e4tzen, aufgrund der rund 160 Kilometer Gew\u00e4ssernetz (Mit Zubringern) im Revier m\u00fcssen es aber einige Exemplare sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie also umgehen mit der neuen art im stark regulierten Flusslauf. Nat\u00fcrlich sind \u201eEntnahmen&#8220;, also die gezielte Bejagung, unpopul\u00e4r. Andererseits kann man auch nicht zusehen, wie andere stark gef\u00e4hrdete Arten wie Fische, f\u00fcr deren Erhalt Millionen Euros ausgegeben werden, durch eine andere Art ausgerottet werden. Es muss ein Gleichgewicht hergestellt werden. In Stark regulierten Fl\u00fcssen wie der Grossen Tulln, kann die Antwort nur lauten: Man muss den Lebensraum wieder naturn\u00e4her machen. Strukturen, Aufweitungen,  Fischaufstiege, \u00fcber welche Schw\u00e4rme aus der Donau zuwandern &#8211; all das ist dringend notwendig, um die stark geschw\u00e4chten Fischpopulationen zu erhalten, ohne den Otter erneut stark zu bejagen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angenagte Fische, Markierungen auf Buhnen und das verschwinden kapitaler Laichfische. Die Spuren des Otters sind im Revier allgegenw\u00e4rtig. Jetzt beweisen erstmals Videoaufnahmen das Vorkommen. Er ist gekommen um zu bleiben. An Fl\u00fcssen und Teichen \u00fcberall in Nieder\u00f6sterreich ist der Fischotter zur\u00fcck &#8211; und stellt die Bewirtschafter vor Probleme. Wie umgehen mit den Raubtieren? 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