{"id":746,"date":"2022-12-20T12:07:31","date_gmt":"2022-12-20T12:07:31","guid":{"rendered":"https:\/\/grossetulln.at\/?p=746"},"modified":"2022-12-20T12:07:31","modified_gmt":"2022-12-20T12:07:31","slug":"sensation-aufzucht-von-aeschen-im-revier-erfolgreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/grossetulln.at\/index.php\/2022\/12\/20\/sensation-aufzucht-von-aeschen-im-revier-erfolgreich\/","title":{"rendered":"Sensation: Aufzucht von \u00c4schen im Revier erfolgreich"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"539\" src=\"https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-13.02.28-1024x539.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-747\" srcset=\"https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-13.02.28-1024x539.jpg 1024w, https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-13.02.28-300x158.jpg 300w, https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-13.02.28-768x404.jpg 768w, https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-13.02.28-1536x808.jpg 1536w, https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-13.02.28-2048x1077.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Aus den Baby-\u00c4schen sind wunderbare jungtiere mit 18 Zentimetern herangewachsen. Die \u00c4sche ist ab sofort ganzj\u00e4hrig geschont.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Nach mehr als 30 Jahren sind junge \u00c4schen wieder im Laabenbach herangewachsen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es war eigentlich ein unvorbereiteter Versuch. Nach dem Motto: Hilfts nix, so schadets nix. Bei einem Besuch in der Fischzucht F\u00fcrnweger entdeckte ich einen winzigen rest von kleinen \u00c4schenbr\u00fctlingen. Die Tiere waren bei einer Gro\u00dfbestellung f\u00fcr barometrische Versuche \u00fcbrig geblieben. 200 &#8222;Spenadler&#8220;, gerade dem Dottersackstadium entwachsen. In einem Anflug von Sentimentalit\u00e4t schwatzte ich dem Fischz\u00fcchter die Tiere zu einem guten Preis ab und wir setzten sie im Oberlauf der Gro\u00dfen Tulln, im Laabenbach bei Altlengbach, aus.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Kleines Wunder: Erfolge bei Wiederansiedelung der \u00c4sche an der Gro\u00dfen Tulln\" width=\"768\" height=\"432\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/MVePTAxVvf8?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><figcaption class=\"wp-element-caption\">Video \u00fcber den \u00c4schenbesatz im Revier Gro\u00dfe Tulln I\/1<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der F\u00fcrnweger-Schurli hiet die Angelegenheit f\u00fcr \u00fcbertrieben und eher sinnlos. Auch Landesfischermeister Karl Gravogl glaubte nicht an den Erfolg. Er selbst hatte bei Besatzversuchen in der Unrechttraisen, einem im Vergleich zur Grossen Tulln viel geeigneterem Gew\u00e4sser, schlechte Erfahrungen gemacht. Trotz jahrelangem Besatz mit zigtausenden Tieren kamen diese nicht auf. Der Spielerei im Laabenbach mit l\u00e4cherlich wenigen 200, winzigen Tieren gab er kaum eine Chance.<\/p>\n\n\n\n<p>Irgendwie hab ich es aber trotzdem versucht. Denn es gibt zahlreiche Zeugen, die noch bis in die 80er Jahre \u00c4schen im Laabenbach gefangen haben. Dabei handelt es sich um glaubw\u00fcrdige Berichte, ge\u00fcbte Angler, die jetzt in ihren 50ern sind, und die tats\u00e4chlich als Kinder mit ihren V\u00e4tern \u00c4schen erbeuteten. Nat\u00fcrlich &#8211; seit den 80er Jahren hat sich vieles ver\u00e4ndert, auch das Klima merklich. Aber wenn sie damals hier \u00fcberleben konnten, warum sollten die \u00c4schen in guten Jahren das nicht wieder tun. Offenbar passt die Wasserchemie. Darum gab ich dem versuch trotz aller negativen Expertenmeinungen eine minimale Chance.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"531\" src=\"https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-13.01.40-1024x531.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-748\" srcset=\"https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-13.01.40-1024x531.jpg 1024w, https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-13.01.40-300x156.jpg 300w, https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-13.01.40-768x398.jpg 768w, https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-13.01.40-1536x796.jpg 1536w, https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-13.01.40-2048x1062.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p> Und wie immer haben die depperten offenbar das Gl\u00fcck. Zufall 1: Im Jahr 2022 schneite ein Tenkara-Spezialist ins Revier. Tenkara-Ruten stammen aus Japan, es handelt sich eigentlich um eine Mischung aus Stipprute und Fliegenrute. Eine geflochtene Schnur ist fix an der Angelspitze angebunden, unten ein d\u00fcnnes Vorfach und daran die Fliege. Man kann den K\u00f6der so punktgenau, ohne Schnurkontakt im Wasser pr\u00e4sentieren. Bei herk\u00f6mmlichen Fliegenruten braucht man viel Wurfraum, die schwere Wurfschnur klatscht ins Wasser und macht Fische skeptisch. Mit der handlichen Tenkara kann man selbst in kleinen, verwachsenen B\u00e4chen hantieren und quasi ger\u00e4uschlos eine Naturfliege pr\u00e4sentieren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"523\" src=\"https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-13.02-1024x523.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-749\" srcset=\"https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-13.02-1024x523.jpeg 1024w, https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-13.02-300x153.jpeg 300w, https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-13.02-768x392.jpeg 768w, https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-13.02-1536x784.jpeg 1536w, https:\/\/grossetulln.at\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Bildschirmfoto-2022-12-20-um-13.02-2048x1046.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Behutsam wurden die rund 200 Mini-\u00c4schen in Kleinstportionen an geeigneten Stellen in Altlengbach ausgesetzt.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Lizenznehmer war h\u00f6chst erfolgreich, zahlreiche kapitale Tiere lie\u00dfen sich so \u00fcberlisten. Er machte aber auch Expeditionen in den eher verwachsenen Oberlauf und fing massenhaft kleine Forellen. H\u00e4tte sich der Angler mit der perfekten Methodik f\u00fcr diesen Abschnitt nicht ins Revier verirrt, dann h\u00e4tten wir den \u00c4schenversuch wohl l\u00e4ngst abgehakt. Es w\u00e4re nie passiert, was passiert ist. Denn an einer Stelle, gleich bei der Stelle, an der wir die winzigen Baby\u00e4schen ausgesetzt haben, ging nun eine wundersch\u00f6n abgewachsene \u00c4sche an die Tenkara-Fliege.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus den winzigen Tieren sind inzwischen Jungfische mit 18 Zentimetern geworden. Eine kleine Sensation, die uns nun ermutigt weiterzumachen. F\u00fcr das kommende Fr\u00fchjahr haben wir nun 2000 \u00c4schenbr\u00fctlinge bestellt. Die Chancen stehen gut, dass so in einigen jahren wieder eine Population der \u00c4schen im Revier angesiedelt wird. M\u00f6ge die \u00dcbung gelingen. Aufs Regulativ hat das auch Auswirkungen. Die \u00c4sche ist ab sofort ganzj\u00e4hrig geschont.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach mehr als 30 Jahren sind junge \u00c4schen wieder im Laabenbach herangewachsen. Es war eigentlich ein unvorbereiteter Versuch. Nach dem Motto: Hilfts nix, so schadets nix. Bei einem Besuch in der Fischzucht F\u00fcrnweger entdeckte ich einen winzigen rest von kleinen \u00c4schenbr\u00fctlingen. 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