Fische und Besatz

300 Kilo maßiger Forellen pro Jahr sorgen für gute Entnahmeergebnisse. Feinspitze stellen aber auch listigeren Fischen nach, etwa der heiklen und seltenen „Nase“.

Zwei Nasen auf Erkundung: Seit 2019 ziehen Schwärme zum Laichen ins Revier

2019 ist für die Große Tulln ein neues Zeitalter angebrochen. Durch die Entfernung zweier Wehranlagen im Unterlauf ist der untere Revierabschnitt bis Siegersdorf nun für Donaufische frei passierbar. Mit durchschlagendem Erfolg. Bereits wenige Wochen nach dem Abriss zogen Schwärme an Nasen und Barben zum Laichen ins Revier.

Willkommene Abwechslung: Barsche wandern aus der Donau zu.

300 Kilo Forellenbesatz und natürliche Aufzucht. Um den Lizenznehmern eine angemessene Entnahme zu gewährleisten, werden derzeit jährlich 300 Kilo Forellen ausgesetzt. Diese Maßnahme bezieht sich auf den Flussabschnitt zwischen Siegersdorf und Innermanzing.

Fang eines Tageslizenznehmers. Zwei Besatzforellen im Unterschied zur heimischen „Wienerwald- Forelle“ (unten).

Der Oberlauf sowie sämtliche Zubringer werden nicht besetzt oder befischt, sie sind Aufzuchtgebiet der heimischen Bachforelle, die sich bestens an die Bedingungen im Revier angepasst hat.

Ein kapitaler Fang: Die heimische Bachforelle wurde wieder schonend rückgesetzt.

Ein Revier – alle Angelmöglichkeiten. Gemeinsam mit den zugewanderten Donaufischen wie Hecht, Barsch und Barbe im Unterlauf ergibt sich insgesamt die Möglichkeit auf den 22 befischbaren Kilometern alle Angelarten, vom Fliegenfischen über Spinnfischen, Stoppelfischen und Grundfischen auszuüben.

Ein unterschätztes Vergnügen: Stoppelfischen auf kapitale Döbel.

Insgesamt sind im gesamten Revier samt Zubringern von Laaben bis Plankenberg 20 Fischarten nachgewiesen. Diese sind:

  • Aitel
  • Bachforelle
  • Regenbogenforelle
  • Nase
  • Russnase
  • Barbe
  • Hecht
  • Flussbarsch
  • Schied
  • Koppe
  • Gründling
  • Weißflossengründling
  • Bitterling
  • Schmerle
  • Schneider
  • Moderlieschen
  • Laube
  • Schwarzmundgrundel
  • Elritze
  • Rotauge
Der Fischereiausübungsberechtigte hat diese schöne Barbe an den Haken bekommen.

Im Herbst 2018 wurden im Schaubergerpark 2.100 einsömmrige Nasen besetzt, um den Fisch bis zum Rückbau der Wanderhindernisse auch im oberen Revierabschnitt zu etablieren.