Mit Video: Notbefischung im Jänner 2022: Tausende Fische vor Baggern gerettet

Mit Video: Notbefischung im Jänner 2022: Tausende Fische vor Baggern gerettet

Am 10. jänner 2022 ist es leider soweit: Nach jahrelangem Rechtsstreit wird mit dem Rückbau der Renaturierungsstrecke im sogenannten „Schaubergerpark“ in Neulengbach begonnen. Eine Notabfischung mit Elektro-Aggregaten wurde daher kurz vor den Bauarbeiten notwendig und unter großem Aufwand und Anstrengungen vom Team des Fischereirevieres Grosse Tulln I/1 durchgeführt. (Siehe Video unten)

Video: So lief die Notabfischung: Bevor die Bagger kamen, konnten tausende Fische gerettet werden.

In den vergangenen Jahren hat sich die letzte freie Fließsstrecke an der Grossen Tulln zu einer wilden Naturlandschaft entwickelt. Aus fischereilicher Sicht optimale Strukturen sind entstanden: Tiefe Kolke mit Totholz als Unterstände für Fische. Überströmte Schotterbänke, die von den Wienerwald-Stämmen der Bachforelle zum Laichen verwendet werden.

Die letzte freie Fließstrecke an der Grossen Tulln muss nun nach einem Gerichtsbeschluss rückgebaut werden.

Im Vorjahr konnten Entscheidungsträger davon überzeugt werden, die gerichtlich angeordneten Arbeiten am Rückbau nicht während der Schonzeit der Bachforelle durchzuführen. Denn genau an jenen Stellen, an denen die Bagger eingreifen werden, liegen Laichplätze der Bachforelle, die in diesem Video dokumentiert wurden. Geplant war, die Arbeiten Ende März, nach dem Schlüpfen der Fischlarven zu beginnen.

Bedauerlich: Die Arbeiten werden an jenen Stellen durchgeführt, wo die Bachforellen laichen. Eine ganze Generation ist verloren.

Doch auch ein anderes Tier nutzt das Naturgelände als Kinderstube. Ein brütendes Eisvogelpärchen verhinderte die Bauarbeiten über den Sommer. In letzter Konsequenz mussten die Behörden entscheiden, welches seltene Tier mehr Überlebensrecht hat. Die bedrängte Bachforelle oder der seltene Eisvogel. Die Entscheidung fiel auf den Eisvogel, und so werden die Bauarbeiten nun in der fischereilich sensibelsten Schonzeit durchgeführt. Eine ganze Generation an Bachforellen geht dadurch über viele Kilometer verloren.

Es soll hier nicht die Forelle gegen den Eisvogel ausgespielt werden. Beide Arten sind in Bedrängnis und bedürfen unseres Schutzes. Allerdings fallen diese Entscheidungen allzu oft gegen den Schutz der Fische aus. Fische sind stumm, glitschig, man sieht sie in den seltemsten Fällen. Sie sind nicht possierlich wie Otter, nicht so elegant wie Reiher und nicht so prächtig wie Eisvögel. Aber während all diese Fischfresser höchsten Schutz genießen, wird auf die Interessen der Fische oft nicht der selbe Wert gelegt.

Die Strukturen stellten für das Befischungs-Team eine anstrengende Herausforderung dar.

Wie dem auch sei: Bei den beschwerlichen Abfischarbeiten konnten tausende Exemplare gerettet werden. Schneider, Aitel, Gründlinge, Schmerlen, Rotaugen und wunderschöne Forellen wurden betäubt, gekeschert, in Kübeln zu Hälterfässern gebracht, per Anhänger an mehrere Stellen zwischen St. Christophen und Innermanzing gefahren und dort wieder ausgesetzt. Trotz der Menge der gefangenen Fische fiel aber eine Tatsache auf: Große Muttertiere fehlten völlig.

Tausende Fische wurden umgesetzt. Große Muttertiere wurden aber nicht gefangen.

Da die Strukturen in diesem Bereich an sich perfekt sind und das Gelände fischereilich kaum genutzt wird, gibt es dafür nur eine logische Erklärung: Der Raubdruck in diesem Flussabschnitt ist größer als es die Struktur hergibt. Unter optimalen Bedingungen müssten alle Tiere überleben können: Fische und deren Räuber. Im größtenteils hart regulierten Oberlauf der Grossen Tulln, reichen die wenigen naturnahen Stellen aber offenbar nicht aus, um ein Überleben größerer Fische zu sichern.

Bescheidene Strukturen im an die Donau angebundenen Revierteil mit großer Wirkung

Das Ergebnis der Fischerei zeigt wieder deutlich, wie wichtig die Durchgängigkeit der Flüsse ist. Denn während im unteren Revierteil große Schwärme an Laichfischen in spektakulären Zügen aus der Donau zuziehen (siehe Video), obwohl die Struktur dort wirklich bescheiden ist, sieht man wie selbst beste Strukturen, die nicht ans Gewässerkontinuum angebunden sind, rasch ausdünnen.

Das Wehr in Asperhofen ist denkmalgeschützt. Wird es rückgebaut, sind mit wenig Aufwand große Teile des Flusses an die Donau angebunden.

Aus diesem Grund werden wir vom Fischereirevier Grosse Tulln I/1 weiter Aufmerksamkeit auf die Verbesserung der Durchgängigkeit lenken und innerhalb der bescheidenen Möglichkeiten Strukturverbesserungen in den frei passierbaren Flussstrecken fördern. Auch im Vorjahr kamen wieder einige Kilometer Flusstrecke dazu (Siehe Video). Nun stehen die laichwandernden Donaufische bei einem denkmalgeschützten Wehr in Asperhofen an. Ein Rückbau dieser Anlage hätte enorme positive Auswirkungen, da das nächste Große Wehr erst wieder in Emmersdorf steht. mit einer vergleichsweise kleinen Maßnahme könnte somit ein sehr langer Flussabschnitt an die Donau angebunden werden.

Jahresrückblick 2021: Zwei neue Fischaufstiege, prächtige Forellen und neue Lebensräume

Jahresrückblick 2021: Zwei neue Fischaufstiege, prächtige Forellen und neue Lebensräume

2021 war ein gutes Jahr für die Fische und die Fischerei an der Grossen Tulln. Zwei Wehre wurden rückgebaut und zwei weitere Kilometer des Revieres sind nun frei für Donaufische passierbar.Die Fischerei konnte auch weitere Strukturmaßnahmen in diesem bereich durchsetzen, die neuen Lebensraum und Laichmöglichkeiten bieten.

Neue Fischaufstiege in Asperhofen und Siegersdorf

Neben harter Arbeit gab es aber auch Zeit für ruhige Angelstunden am Wasser und kapitale Fänge. Während der Lockdowns war das Revier auch außerhalb der Kernsaison zur Erholung geöffnet. Ich habe die Baumaßnahmen, die schnsten Fänge und Blicke hinter die Kulissen in einem Jahresrückblick-Video zusammengefasst:

Das Fischereijahr 2021: Meilensteine, harte Arbeit, kapitale Fänge.


Auch heuer ist das Revier von 24. Dezember bis einschließlich 2. 1. zum Altjahresfischen geöffnet. Die Altjahresfischstrecke geht heuer vom Wehr in Asperhofen bis zum Revierende in Plankenberg.Ich werde am 30. 12 nachmittags mit Tee  beim neuen Fischaufstieg in Siegersdorf sein, falls jemand „Hallo“ sagen möchte.


Lizenzen 2022:
Am 16. März startet dann die Saison 2022. Alle Lizenznehmer 2021 haben natürlich das Vorrecht auf eine Lizenz fürs neue Jahr.Bitte teilt mir rechtzeitig mit, wer eine Lizenz will. Alles wird teurer, aber ich habe mich entschlossen, den Lizenzpreis im kommenden jahr nicht anzuheben.Die Karten kosten weiterhin 490 Euro.


Ich freue mich auf schöne Stunden am Wasser, bedanke mich bei allen Unterstützern und Helfern und wünsche Gesundheit, Zufriedenheit und ein fängiges 2022.


Frahe Weihnachten und guten Rutsch!

Operation Äsche: Wiederansiedelungsprojekt einer ausgestorbenen Fischart in der Grossen Tulln

Operation Äsche: Wiederansiedelungsprojekt einer ausgestorbenen Fischart in der Grossen Tulln

Bis in die 80er Jahre gab es eine reproduzierende Population der Äschen in der Grossen Tulln. Die strömungsliebenden Fische kamen bis in die Laaben vor. Raubdruck und einige heisse, trokene Sommer haben den Fisch inzwischen ausgerottet. Im Frühjahr 2021 haben Angler nun Jungäschen ausgesetzt und versuchen so wieder einen Bestand aufzubauen.

Das Video der Äschen-Besatzaktion: Bis in die 1980er Jahre waren Äschen hier heimisch. Durch Raubdruck und trockene Sommer starben die Tiere aus.

Die Klimaerwärmung ist natürlich auch an der Grossen Tulln zu spüren. Heisse und trockene Sommer kommen häufiger vor als in der Vergangenheit. Während sich die heimischen Stämme der Bachforelle relativ gut an diese Bedingungen angepasst haben, so hat ein Fisch besonders gelitten: Die Äsche.

Schwer zu erkennen: Die Äschenbrütlinge sind etwa 2-3 cm groß. Die Hoffnung, dass sie sich vermehren stirbt zuletzt. der Besatz wird ab sofort jährlich wiederholt.

Noch gar nicht so alte Angler können sich noch gut erinnern, den strömungsliebenden Fisch bis in die 80er Jahre in Innermanzing oder der Laaben geangelt zu haben. Inzwischen sind Äschen hier gänzlich ausgestorben. Verstärkter Raubdruck durch Vögel und Otter haben ebenfalls dazu beigetragen, da die Äsche sich nicht wie die Forellen in Steinritzen versteckt sondern gut Sichtbar in der Flussmitte lebt.

Bislang sind zwar im unteren Revierteil massenhaft Donaufische zurückgekehrt, Äschen waren aber noch keine dabei. Daher haben wir uns spontan entschlossen, Äschen-Brütlinge eines Stammes aus der Ybbs versuchsweise einzusetzen. Das Projekt erfolgte im Bereich der Autobahnbrücke unterhalb der Lengbachl-Mündung in Altlengbach. Experten sind zwar skeptisch ob sich die Population dauerhaft etablieren kann. Mit etwas Glück und einigen ”guten“ Sommern mit regelmäßigem Niederschlag könnte das Projekt gelingen. Von Vorteil könnte dabei sein, dass inzwischen die gesamte Große Tulln oberhalb von Neulengbach durchgängig ist, und die Äschen so leichter in geeignete Stellen abwandern können, wenn die Bedingungen kritisch sind.

Im unteren Bereich des Anzbach und in der grossen Tulln zwischen Steghofbrücke und Emmersdorf wurden junge Regenbogenforellen besetzt. Die Aktion erfolgte zusätzlich zum gewohnten Besatz der Fangfähigen Fische.

Im Zuge des Äschenbesatzes wurde auf Höhe Neulengbach auch ein zweiter „Versuchsballon“ steigen gelassen. Zusätzlich zu den maßigen ”Put & Take“ Forellen die jährliuch besetzt werden, wurden heuer 1000 junge Regenbogenforellen ausgesetzt. Bislang gibt es keine Reproduktion der jahrzehntelang ausgesetzten Regenbogenforellen in der Großen Tulln. Die ausgesetzten Jungfische stammen ebenfalls von einem Stamm aus der Ybbs, der sich als einer der ersten in Österreich nachgewiesener Maßen reproduziert hat.

Die 1000 Jungregenbogenforellen waren etwa 4-5 cm groß. Sie stammen von einer population ab, die sich in Österreich in der Ybbs nachweislich reproduziert

Wir werden auf der Versuchsstrecke zwischen Steghofbrücke und Emmersdorfer Wehr sowie im Anzbach bis zur 3. Brücke beobachten, ob und wie sich die jungen Regenbogenforellen entwickeln. Angler, die untermaßige Regenbogenforellen am Haken haben, werden gebeten, diese vor dem Zurücksetzen zu fotografieren und die Informationen an einen Aufseher weiterzuleiten. Auch bei eventuellen Fängen von Jungäschen bitten wir in Zukunft Ort, Zeit und Bild an einen der Aufseher weiterzuleiten.

Mega-Schwarm: Barben und Russnasen am Weg ins Fischerreirevier Grosse Tulln I/1

Mega-Schwarm: Barben und Russnasen am Weg ins Fischerreirevier Grosse Tulln I/1

Geschichten, welche die Fischhwärme in der Grossen Tulln enthusiastisch mit der Lachswanderung in Kanada verglichen, wurden hier oft belächelt. Es kann sich eben niemand so richtig vorstellen, welche massen an Donaufischen selbst in hart regulierte Zubringer aufsteigen, wenn Querbauwerke wie Wehre entfernt werden. Jubelmeldungen über Schwärme von Nasen, Barben und Russnasen wurden als Fischerlatein abgetan.

Das Video belegt: Schwärme von hunderten Donaufischen in der Grossen Tulln sind keine Erfindung von enthusiastischen Anglern.

Zeit einmal den Gegenbeweis anzutreten. Und zwar mit echten Videobildern, welche die Dimension belegen. Im Frühjahr 2021 entstanden einzigartige Drohnenaufnahmen des Laichzuges der Donaufische in der Großen Tulln. Während in unstrukturierten Abschnitten kaum Fische zu sehen sind, genügt die kleinste Struktur, damit hunderte Tiere dort Zwischenrast auf ihrem Weg zu den Laichgründen machen.

Die Buhne in Plankenberg von unten: Während nicht strukturierte Abschnitte leer sind, ”türmen“ sich hier die Fische.

Was auch zu beobachten war: Die Fische steigen zwar in wirklich großer Zahl auf, geeignete Stellen zum Ablaichen sind also Mangelware. Es ist also noch einiges an Renaturierungsarbeit zu leisten, um bessere Bedingungen zu schaffen. limnologe Michael Schabuss formulierte es treffend: „Es bringt wenig wenn man nur Querbauwerke entfernt und die Fische dann vom ,Pfui‘ ins ,Gack‘ aufsteigen.“ Wir werden weiter daran arbeiten, dass auch bei den kommenden Rückbauten der Wehre in Siegersdorf und bei der Ölmühle in Asperhofen zusätzliche Strukturen entstehen, welche den Fischen das Laichen ermöglichen und Unterschlupf bieten.

Schneeforellen, Steckerlfisch und Nasenlaichzug. Statusbericht März/April 2021

Schneeforellen, Steckerlfisch und Nasenlaichzug. Statusbericht März/April 2021

Auch heuer wieder war das Revier Große Tulln I/1 als Lockdown-Ausgleichsmaßnahme bereits ab 16. März geöffnet. Und der Rückblick auf März und April könnte abwechslungsreicher nicht sein. Von Schneeangeleien, kapitalen Bachforellen, gierigen Junghechten bis zum Laichzug der Nasen war alles dabei, was das Anglerherz höher schlagen lässt. Das alles bei optimaler Wasserführung. Hier ein Statusbericht in Bildern.

Schneeangelei Ende März im Schaubergerpark auf die Wienerwald-Forelle.
Auch das Abfisch-Mobil unseres Kollegen Fritz Brückler musste für einen Einsatz erst freigeschaufelt werden.
Die erste Bachforelle der Saison ging in Plankenberg an den Haken.
Ein wirklich feudales Abendessen
Wenige Tage später der nächste kapitale Fang. So viele kapitale Bachforellen wie heuer wurden selten gefangen.
Auch Tageslizenznehmer waren erfolgreich. Wolfgang Gätz angelte diesen „Pracker“ mit 48 cm und 1,3 Kilogramm.
Aber auch unsere beiden Lieblingsfischarten waren beißfreudig. Hier ein Schöner Aitel und ein noch schönerer Döbel 😉
Sie wurden noch am selben Abend als Steckerlfische zubereitet. Wirklich köstlich.
Beim Forellenangeln in Siegersdorf machte sich dieser Hecht am Forellenspinner zu schaffen. Glücklicherweise war er so sauber gehakt, dass er das dünne Vorfach nicht durchtrennte. Er wurde natürlich zurückgesetzt.
Seit 21. April zogen auch wieder große Schwärme von Nasen über den Fischaufstieg in Plankenberg. Sie sind inzwischen über den gesamten unteren Revierteil bis Siegersdorf vorgedrungen, Auch Barben kommen schön langsam, hier machen die Donaufische in den vom Landesfischereiverband und vom Revierverband finanzierten Buhnen in Plankenberg Rast.
Ein Video des „Korallenriffs“ in der großen Tulln werde ich in den kommenden Tagen erstellen.
Die Buhnen dienen nicht nur Großfischen wie Nase und Barbe als unterschlupf, auch der ganzjährig geschonte Schneider besiedelt die Struktur in großen Schwärmen (Hintergrund)
Was machen die Fische im Winter? Coronaparty im Revier!

Was machen die Fische im Winter? Coronaparty im Revier!

Derzeit ruht die Fischereisaison, ab 16. März öffnet das Revier Große Tulln I/1 die Saison 2021. Damit die Zeit bis dahin schneller vergeht, haben wir einmal nachgesehen, was die Fische im Revier derzeit eigentlich so treiben. Und es sind sensationelle Unterwasseraufnahmen vom Winterquartier der Donaufische, die in unser Revier aufgestiegen sind, gelungen.

Video vom Winterquartier der Donaufische im Revier.

Die gute alte Gopro wurde im Jänner im berüchtigten „Nasenloch“ versenkt. Die Stelle wird hier nicht geoutet, ist Lizenznehmern aber bekannt, da hier immer wieder gute Fänge an den haken gehen. Und nach der Bergung der Kamera zeigte sich am Chip, wie groß die Dichte an Fischen hier ist. Zahlreiche Arten drängeln sich dort dicht an dicht. Fast so als ob die tiere dort eine Party feiern würden. Weitgehend unbemerkt von den Spaziergängern, die sich hier am Höhepunkt des Lockdowns die Füße vertreten.

Entspannungsübung: Wie viele Arten und Individuen sind im Video zu sehen?

Die Aufnahmen bestätigen das Ergebnis einer wissenschaftlichen Befischung unweit dieser Stelle. Limnologe Michael Schabuss war im September überrascht, wie viele Fische in diesem schlecht strukturierten Abschnitt der Großen Tulln gefangen wurden. Siehe Beitrag hier. Und die Aufnahmen bestätigen auch, wie erfolgreich der Rückbau von Wehranlagen ist. Seit Fische ungehindert von der Donau ins Revier aufsteigen können, haben sich tausende Individuen auch von neuen Arten angesiedelt.

Im Sommer ist daher geplant zwei weitere Wehre rückzubauen. Danach können die Fische bis zum Wehr in Asperhofen ungehindert aufsteigen. Bis dahin genießen wir die Bilder der Fische in ihrem Winterquartier. Wer Lust hat kann versuchen die einzelnen Arten zu bestimmen und zu schätzen wie viele Individuen sich dort tummeln. Ist auch eine gute Übung zur Beruhigung in unruhigen Zeiten, in denen Angststörungen Depressionen und Angststörungen stark zunehmen. Auch Angeln kann dagegen helfen. Informationen über Lizenzen finden Sie hier.

Neue Saison startet am 16. März: Freie Lizenzen

Neue Saison startet am 16. März: Freie Lizenzen

Schwärme von Donaufischen bleiben auch im Winter im unteren Revierteil, wie dieses Video zeigt.

Eine würdige Saison geht im Fischereirevier Grosse Tulln zu Ende. Die Durchgängigkeit zur Donau hat sich sensationell auf die Artenvielfalt im Revier ausgewirkt, wie eine wissenschaftliche Befischung gezeigt hat. Die Bachforellen fanden Laichplätze und vermehrten sich im Schaubergerpark. Das Revier war in den Lockdowns Zufluchtsort und legaler Grund die Wohnung zu verlassen.

Der erste Schied im Revier: Der 65cm-Räuber lieferte einen Sensations-Drill

Angler hatten die erste Nase, der erste Schied und der erste Hecht im Kescher. Auch Fänge von Forellen waren bestens, der Wasserstand war nach einem trockenen Frühjahr ab Mai optimal.

Bachforellen beim Laichen im oberen Revierteil im diesem Winter

Positiv: Die Donaufische haben sich im Herbst nicht verabschiedet, sondern nutzen das Revier das ganze Jahr über als Unterstand. Dazu tragen auch die fünf Buhnen bei, die vor zwei Jahren aus Mitteln des Landesfischereiverbandes und des damaligen Pächters Friedrich Brückler errichtet wurden. Dieses Unterwasservideo-Zeigt, wie wichtig diese Strukturen als Lebensraum für verschiedene Fischarten sind.

Auch die Funktion als Unterschlupf vor Fischräubern sieht man in diesem unterwasser-Video. Ein Gänsesäger bleibt auf seinem Tauchgang erfolglos, weil die Fische in den Ritzen der Buhne Zuflucht gefunden haben.

Fische überwintern in den neuen Buhnen im unteren Revierteil.

Das Fischereirevier ist nun in Winterpause und öffnet am 15. März wieder. Es gibt noch freie Lizenzen für 2021. Details finden Interessenten hier.

Würdiger Saisonschluss: Erster Donau-Hecht im Revier gefangen!

Würdiger Saisonschluss: Erster Donau-Hecht im Revier gefangen!

Der erste Donauhecht im Revier: Geangelt am 5. 12. kurz vor Dämmerung bei den Buhnen in Plankenberg. Der etwa 52 cm lange Spitzzahn ging auf einen gelben Twister und wurde zurückgesetzt.

Gleich zu Beginn eine Richtigstellung. Irgendwann einmal, es muss Neunzehnhundertfeuerzeug gewesen sein, hat schon einmal ein Lizenznehmer einen Hecht in unserem Revier gefangen. In Emmersdorf. Man vermutete damals, dass das Tier nach einem Starkregen aus einem Teich entwischt ist und im Wehrkolk eine Neue Heimat gefunden hat.

Nun ist das anders. Denn am letzten Fischerei-Wochenende hatte Wasserbaukonsulent Dipl. Ing Mühlbauer gleich zwei Hechte an der Angel. und zwar in Plankenberg, bei den neu errichteten Buhnen oberhalb des Fischaufstieges. Ein Hecht ging etwa ein Meter vor dem Ufer vom Haken. Ein zweiter wurde geborgen. Es ist somit der erste gefangene Hecht, der aus der Donau in unser Revier aufgestiegen ist.

Nebelstimmung bei Siegersdorf. Die Angeltage wurden kürzer.

Die Saisonverlängerung bis zum ende des Lockdowns brachte somit noch eine angenehme Überraschung. Eine Fischerjahr mit außergewöhnlichen Fängen auch von bisher im Revier nicht vorhandenen Fischarten ist somit würdig zu Ende gegangen. Wobei, ganz zu Ende ist es noch nicht. Denn in den Weihnachtsfeiertagen von 25. 12. bis 1. 1. ist der unterste Revierabschnitt noch einmal zum Altjahresfischen geöffnet.

Angeln und Plausch am 27. Dezember

Geplant wäre, dass es am Sonntag den 27. 12. nachmittags eine Art „Meet & Greet“ im untersten Revierabschnitt geben könnte, bei dem man sich ja zwanglos und zufällig am Wasser begegnen kann und – mit Sicherheitsabstand – Gelegenheit auf einen Plausch besteht. Alle Lizenznehmer von 2020 sind gern gesehen.

Angelstimmung beim ersten Schneefall. Seltene Kulisse an der Großen Tulln.

Zum Abschluss noch eine gute Nachricht für kommendes Jahr. Nachdem die Rückbauten der Wehranlagen und die Durchgängigkeit zur Donau derart große Erfolge gebracht hat, will das Land Niederösterreich nun weitermachen. Derzeit laufen bereits die Vorbereitungen für die nächsten Rückbauten. Im Sommer 2021 sollen dann die Wehre in Siegersdorf und bei der Ölmühle in Asperhofen für Fische passierbar gemacht werden. Die Statik ist bereits geprüft und die Planung vergeben. Nun wird die Ausschreibung der Baustelle vorbereitet.

Ich bedanke mich bei allen Lizenznehmern, bei allen Experten und Aufsehern für die Unterstützung und hoffe auf die Treue im kommenden Jahr. Nur mit enorm viel Hilfe von Freiwilligen und Unterstützern ist es möglich dieses Revier zu führen und weiterzuentwickeln. Danke und Petri!

Unterwasseraufnahmen: Laichspiel der Bachforelle im Laabenbach – Mit Video!

Unterwasseraufnahmen: Laichspiel der Bachforelle im Laabenbach – Mit Video!

Das Video der laichenden Forellen.

Ende November 2020 im Schaubergerpark in Neuengbach. Die Wassertemperatur des Laabenbaches hat knapp unter sieben Grad Celsius – perfekte Bedingungen um das Laichspiel der Bachforellen zu beobachten. Auf der Suche nach geeigneten Plätzen hält man am besten nach lebhaft überströmten Furten ausschau. An deren oberem Ende sind meist beste Bedingungen für die Entwicklung der Fischlarven. Im regulierten Fluss fehlen diese Furten oft, deshalb sind Renaturierungsprojekte wie der Schaubergerpark derart wichtig.

Der helle Fleck ist eine Forellen-Laichgrube im Schauberger-Park. Der geübte Angler erkennt die Schemen zweier Forellen in der Mitte. Laien tun sich da schon schwerer.

Wenig geeignete Stellen im regulierten Bachbett. Kurz oberhalb des Einlaufes der unteren Renaturierungsstrecke im Schaubergerpark ist so eine Stelle. Und tatsächlich haben sich zwei Bachforellen eingefunden um mit dem Laichspiel zu beginnen. Man erkennt deutlich einen hellen Fleck – es ist die Laichgrube, welche das Weibchen mit Schwanzflossenschlägen ausgehoben hat. Schemenhaft sieht man auch zwei Fische in der Laichgrube – eine Chance die Gopro zu versenken und auf Unterwasseraufnahmen zu hoffen.

Eine männliche Wienerwald-Forelle am Laichplatz. Die Färbung ist wie sie typisch für diesen stamm ist. Gelber Bauch, kräftige Punkte, um die Seitenlinie leuchtend rote Ponkte.

Tolle Unterwasseraufnahmen mitten in der Stadt. Und tatsächlich gelingen gute Aufnahmen des Forellenpärchens beim Laichspiel – mitten in Neulengbach. Die Eier brauchen nun je nach Wassertemperatur zwei bis drei Monate, bis sie zu kleinen Jungfischen herangereift sind. Dabei darf die Wassertemperatur nicht über acht bis neun Grad Celsius steigen, sonst sterben die Larven ab. Auch jede Verunreinigung oder Aufwühlung des Wassers wäre nun fatal. Denn selbst wenn man die Laichgruben nicht betritt, verlegen die aufgewühlten Schwebstoffe die Schotterritzen und die Eier werden zugedeckt und sterben ab.

Bald gesellt sich auch ein Weibchen (Rogner) dazu und das Laichspiel beginnt.

Bitte um Rücksicht: Jede Störung im Bach gefährdet die Forellenbrut. Daher eine große Bitte an alle Naturliebhaber und Hundehalter: Die nächsten Monate bitte nicht in den Bach steigen oder die Hunde ins Wasser lassen. Selbst kleinste Trübungen gefährden das Aufkommen der nächsten Generation der seltenen Wienerwaldforellen. Man kann die Natur auch vom Ufer aus genießen, und wer ruhig ist und still schaut, kann vielleicht zwei der Forellen beim Laichspiel beobachten.

Bitte um Rücksicht: Jede kleine Störung kann die Entwicklung der Fischlarven gefährden. Mensch und Hund sollten die nächsten Monate den Bach nicht betreten.

Saison bis Lockdown-Ende verlängert. Für alle Lizenznehmer gibt es eine gute Nachricht: Angeln dient der psychischen und physischen erholung und ist deshalb auch während des Lockdowns erlaubt. Um unseren lizenznehmern die Möglichkeit weiterhin zu bieten, wird die Saison ausnahmsweise nicht am 30. November beendet sondern bis zum Ende des Lockdowns verlängert. Zwischen 25. 12. und 1. 1. besteht dann im untersten Revierteil zwischen Siegersdorf und Plankenberg die Möglichkeit einen Weihnachtsfeiertag beim Altjahresangeln zu verbringen. Alles Gute, gesund bleiben und eine Schöne Zeit am Wasser!

Fischereisaison wird bis zum Ende des Lockdowns verlängert

Fischereisaison wird bis zum Ende des Lockdowns verlängert

Eine ereignisreiche Saison geht zu Ende. Nach einem trockenen Frühjahr gab es den gesamten Sommer und Herbst optimale Wasserbedingungen. Die Fänge an Forellen waren gut, zusätzlich konnten erstmals Nasen und ein schöner Schied im Revier gefangen werden.

Beste Bedingungen: Forellenfänge von Walter Höfler im Sommer in Emmersdorf.

Schon im Frühjahr wurde das Revier früher geöffnet, um eine Abwechslung im ersten Lockdown zu bieten und die Isolation etwas erträglicher zu machen. Auch nun im zweiten Lockdown stellt Fischen nach Auskunft des gesundheitsministeriums eine Tätigkeit dar, die auch der psychischen Erholung dient, weshalb auch gefischt werden darf. Dabei sind aber alle sonstigen maßgeblichen Bestimmungen der vorzitierten Verordnung einzuhalten.

https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2020_II_479/BGBLA_2020_II_479.html

Deshalb werden wir die Saison nicht wie üblich am 30. November beenden. Unterhalb der Strassenbrücke in Grabensee bis zum Revierende bei der Brücke in Plankenberg darf bis zum Ende des Lockdowns weitergefischt werden. Durch die Verlängerung soll den Lizenznehmern und deren Angehörigen die Möglichkeit gegeben werden, bei ein paar erholsamen Stunden am Wasser die Tristesse des Lockdowns zu vergessen.

Ich bitte alle Lizenznehmer nun besonders darauf zu achten, die Bachforellen, die derzeit ablaichen, zu schonen. besonders das Verbot den Bach zu betreten ist zu beachten, um die Laichplätze nicht zu zerstören oder Sedimente aufzuwühlen, welche die Brut gefährden.

Die Fischerei kann also zumindest bis 7. Dezember im Revier weiter ausgeübt werden. Sollte der Lockdown länger andauern, wird auch das Saisonende nach hinten angepasst. Von 25. Dezember bis einschließlich 1. 1. ist das Revier unterhalb des Wehres in Siegersdorf bis Plankenberg fürs Altjahresfischen geöffnet. Ob es einen Nachmittag gibt, an dem man im Freien Gelegenheit für ein Gespräch oder einen Tee aus der Thermoskanne hat, wird den Umständen entsprechend kurzfristig entschieden.

Liznehmer Walter Höfler gingen diese Regenbogenforellen an den Haken.

Es wurden auch heuer wieder ausreichend Forellen besetzt, ein Lokalaugenschein am Wochenende hat ergeben, dass auch noch jede Menge beißfreudige Regenbogenforellen unterwegs sind. Petri und eine schöne Zeit am Wasser !