Was machen die Fische im Winter? Coronaparty im Revier!

Was machen die Fische im Winter? Coronaparty im Revier!

Derzeit ruht die Fischereisaison, ab 16. März öffnet das Revier Große Tulln I/1 die Saison 2021. Damit die Zeit bis dahin schneller vergeht, haben wir einmal nachgesehen, was die Fische im Revier derzeit eigentlich so treiben. Und es sind sensationelle Unterwasseraufnahmen vom Winterquartier der Donaufische, die in unser Revier aufgestiegen sind, gelungen.

Video vom Winterquartier der Donaufische im Revier.

Die gute alte Gopro wurde im Jänner im berüchtigten „Nasenloch“ versenkt. Die Stelle wird hier nicht geoutet, ist Lizenznehmern aber bekannt, da hier immer wieder gute Fänge an den haken gehen. Und nach der Bergung der Kamera zeigte sich am Chip, wie groß die Dichte an Fischen hier ist. Zahlreiche Arten drängeln sich dort dicht an dicht. Fast so als ob die tiere dort eine Party feiern würden. Weitgehend unbemerkt von den Spaziergängern, die sich hier am Höhepunkt des Lockdowns die Füße vertreten.

Entspannungsübung: Wie viele Arten und Individuen sind im Video zu sehen?

Die Aufnahmen bestätigen das Ergebnis einer wissenschaftlichen Befischung unweit dieser Stelle. Limnologe Michael Schabuss war im September überrascht, wie viele Fische in diesem schlecht strukturierten Abschnitt der Großen Tulln gefangen wurden. Siehe Beitrag hier. Und die Aufnahmen bestätigen auch, wie erfolgreich der Rückbau von Wehranlagen ist. Seit Fische ungehindert von der Donau ins Revier aufsteigen können, haben sich tausende Individuen auch von neuen Arten angesiedelt.

Im Sommer ist daher geplant zwei weitere Wehre rückzubauen. Danach können die Fische bis zum Wehr in Asperhofen ungehindert aufsteigen. Bis dahin genießen wir die Bilder der Fische in ihrem Winterquartier. Wer Lust hat kann versuchen die einzelnen Arten zu bestimmen und zu schätzen wie viele Individuen sich dort tummeln. Ist auch eine gute Übung zur Beruhigung in unruhigen Zeiten, in denen Angststörungen Depressionen und Angststörungen stark zunehmen. Auch Angeln kann dagegen helfen. Informationen über Lizenzen finden Sie hier.

Neue Saison startet am 16. März: Freie Lizenzen

Neue Saison startet am 16. März: Freie Lizenzen

Schwärme von Donaufischen bleiben auch im Winter im unteren Revierteil, wie dieses Video zeigt.

Eine würdige Saison geht im Fischereirevier Grosse Tulln zu Ende. Die Durchgängigkeit zur Donau hat sich sensationell auf die Artenvielfalt im Revier ausgewirkt, wie eine wissenschaftliche Befischung gezeigt hat. Die Bachforellen fanden Laichplätze und vermehrten sich im Schaubergerpark. Das Revier war in den Lockdowns Zufluchtsort und legaler Grund die Wohnung zu verlassen.

Der erste Schied im Revier: Der 65cm-Räuber lieferte einen Sensations-Drill

Angler hatten die erste Nase, der erste Schied und der erste Hecht im Kescher. Auch Fänge von Forellen waren bestens, der Wasserstand war nach einem trockenen Frühjahr ab Mai optimal.

Bachforellen beim Laichen im oberen Revierteil im diesem Winter

Positiv: Die Donaufische haben sich im Herbst nicht verabschiedet, sondern nutzen das Revier das ganze Jahr über als Unterstand. Dazu tragen auch die fünf Buhnen bei, die vor zwei Jahren aus Mitteln des Landesfischereiverbandes und des damaligen Pächters Friedrich Brückler errichtet wurden. Dieses Unterwasservideo-Zeigt, wie wichtig diese Strukturen als Lebensraum für verschiedene Fischarten sind.

Auch die Funktion als Unterschlupf vor Fischräubern sieht man in diesem unterwasser-Video. Ein Gänsesäger bleibt auf seinem Tauchgang erfolglos, weil die Fische in den Ritzen der Buhne Zuflucht gefunden haben.

Fische überwintern in den neuen Buhnen im unteren Revierteil.

Das Fischereirevier ist nun in Winterpause und öffnet am 15. März wieder. Es gibt noch freie Lizenzen für 2021. Details finden Interessenten hier.

Fischereisaison wird bis zum Ende des Lockdowns verlängert

Fischereisaison wird bis zum Ende des Lockdowns verlängert

Eine ereignisreiche Saison geht zu Ende. Nach einem trockenen Frühjahr gab es den gesamten Sommer und Herbst optimale Wasserbedingungen. Die Fänge an Forellen waren gut, zusätzlich konnten erstmals Nasen und ein schöner Schied im Revier gefangen werden.

Beste Bedingungen: Forellenfänge von Walter Höfler im Sommer in Emmersdorf.

Schon im Frühjahr wurde das Revier früher geöffnet, um eine Abwechslung im ersten Lockdown zu bieten und die Isolation etwas erträglicher zu machen. Auch nun im zweiten Lockdown stellt Fischen nach Auskunft des gesundheitsministeriums eine Tätigkeit dar, die auch der psychischen Erholung dient, weshalb auch gefischt werden darf. Dabei sind aber alle sonstigen maßgeblichen Bestimmungen der vorzitierten Verordnung einzuhalten.

https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2020_II_479/BGBLA_2020_II_479.html

Deshalb werden wir die Saison nicht wie üblich am 30. November beenden. Unterhalb der Strassenbrücke in Grabensee bis zum Revierende bei der Brücke in Plankenberg darf bis zum Ende des Lockdowns weitergefischt werden. Durch die Verlängerung soll den Lizenznehmern und deren Angehörigen die Möglichkeit gegeben werden, bei ein paar erholsamen Stunden am Wasser die Tristesse des Lockdowns zu vergessen.

Ich bitte alle Lizenznehmer nun besonders darauf zu achten, die Bachforellen, die derzeit ablaichen, zu schonen. besonders das Verbot den Bach zu betreten ist zu beachten, um die Laichplätze nicht zu zerstören oder Sedimente aufzuwühlen, welche die Brut gefährden.

Die Fischerei kann also zumindest bis 7. Dezember im Revier weiter ausgeübt werden. Sollte der Lockdown länger andauern, wird auch das Saisonende nach hinten angepasst. Von 25. Dezember bis einschließlich 1. 1. ist das Revier unterhalb des Wehres in Siegersdorf bis Plankenberg fürs Altjahresfischen geöffnet. Ob es einen Nachmittag gibt, an dem man im Freien Gelegenheit für ein Gespräch oder einen Tee aus der Thermoskanne hat, wird den Umständen entsprechend kurzfristig entschieden.

Liznehmer Walter Höfler gingen diese Regenbogenforellen an den Haken.

Es wurden auch heuer wieder ausreichend Forellen besetzt, ein Lokalaugenschein am Wochenende hat ergeben, dass auch noch jede Menge beißfreudige Regenbogenforellen unterwegs sind. Petri und eine schöne Zeit am Wasser !

Fang der ersten Nase im Revier (Mit Video)

Fang der ersten Nase im Revier (Mit Video)

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Nach Eineinhalb Jahren vergebener Versuche, konnte nun die erste Donaunase seit Jahrzehnten im Revier gekeschert werden. Das scheue Tier ging auf eine Kombi aus roter und weißer Made an den 12er Haken. Geangelt wurte mit einer feinen 10 ft Feeder Rute bei aufsteigendem Wasser am Tag vor dem großen Hochwasser mitte Juni 2020.

Die Beseitigung der Wanderhindernisse im Unterlauf hat die Fischerei auch in unserem Revier Grosse Tulln I/1 abwechslungsreicher macht. Während im oberen Abschnitt der 25 Kilometer Flussstrecke die Forellenfischerei mit Fliege oder Spinner dominiert, kann man in den unteren drei Kilometern auf alle Arten von Donaufischen ansitzen. Hecht, Barsch, Nase, Russnase, Schied und natürlich kapitale Döbel zeichnen den Abschnitt zwischen Siegersdorf und Plankenberg aus.

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Wenn die Barben Liebe machen (mit Video!)

Wenn die Barben Liebe machen (mit Video!)

Seit dem Fall der Wehre in Abstetten und Plankenberg sind sie auch wieder regelmäßig in unserem Revier anzutreffen. Fänge wie jener auf diesem Foto unten sind wieder möglich.

Die Barben kommen trotz extremem Niedrigwasser auch dieses Jahr aus der Donau zu uns um hier abzulaichen. Bei den neuen Buhnen-Strukturen in Plankenberg dürften sie das bereits getan haben. Bei der Kontrolle eines Laichplatzes wurden kleine Eier gefunden – wahrscheinlich Barbenlaich.

Bei ihrem Liebesspiel in Plankenberg haben die stolzen Bartträger aber offenbar Diskretion bevorzugt. Deswegen habe ich einen Ausflug ins Unterliegerrevier unternommen. Oberhalb von Judenau wurde im Reich des Sportfischereivereines Ottakring eine große Renaturierung verwirklicht. Der Fluss erhielt mehr Raum, Buhnen wurden errichtet, inzwischen ist alles schon dicht bewachsen. Ein Paradies für Fische und andere Lebewesen.

Und hier fühlten sich die Barben offenbar unbeobachtet. Am letzten April-Wochenende gelangen so Aufnahmen des Laichspieles der Fische. Bis zu zehn Männchen bedrängten dabei die größeren Weibchen – bis diese schließlich ihre Eier in gut überströmten Furten ablegten. Bilder wie diese zeigen: Es genügt nicht nur, dass die Fische ungehindert wandern können. Sie brauchen auch Strukturen um zu überleben und sich fortzupflanzen. Diesbezüglich ist im revier Große Tulln I/1 noch Nachholbedarf. Aber mit jedem Wehr das rückgebaut wird und mit jeder Struktur die entsteht, verbessern sich die Bedingungen.

Die Nasen sind zurück (Mit Video!)

Die Nasen sind zurück (Mit Video!)

Trotz extremem Niedrigwasser. Trotz mehrerer Bieberbauten, die sie überwinden mussten. Und trotz extremer Algenblüte: Die Nasen sind zurück in unserem Revier. Sie haben sich trotz schwierigster Bedingungen aus der Donau bis in den Wienerwald vorgekämpft. Derzeit kommen sie in Schwärmen über den neuen Fischaufstieg in Plankenberg.

In Siegersdorf beim Wehr ist Endstation für alle Donaufische. Laut EU-Wasserrahmenrichtlinie müssen alle Wehre bis 2025 rückgebaut werden, um laichwandernden Fischen den Aufstieg zu ermöglichen. Wie wichtig die Maßnahme wäre, zeigt dieses Video.

Während in anderen Revieren verzweifelt versucht wird, den Fisch wieder anzusiedeln, kommt die seltene Nase in unser Revier von ganz allen. Da es keine Mühlen, Kraftwerke oder andere Wasserrechte an der Grossen Tulln gibt, ist sie der einzige größere Fluss in Niederösterreich, der für Fische frei passierbar wäre. Ein enormes Potenzial, wie die Aufnahmen zeigen.

Vorgezogener Saisonstart: Entspannende Stunden mit guten Fängen

Vorgezogener Saisonstart: Entspannende Stunden mit guten Fängen

Diese schöne Bachforelle reflektierte am Sonntag auf die Nymphe des Lizenznehmers.

Normalerweise würde die Angelsaison im Revier erst am ersten April starten. Aufgrund der Corona-Krise ist das Fischwasser bereits seit 14 Tagen geöffnet. Angeln ist nämlich gut für die Psyche, Bewegung an der frischen Luft stärkt die Abwehrkräfte und Angeln ist auch trotz Ausgangsbeschränkungen weiterhin erlaubt, soferne die Mindestabstände eingehalten werden.

Bei einem Kontrollgang wurde ein Lizenznehmer gerade beim Drill angetroffen. Diese schöne Bachforelle reflektierte in Siegersdorf auf die Nymphe des Fliegenfischers. Auch andere Lizenznehmer berichten von schönen Fischerstunden am Wasser mit guten Fängen. Es freut mich, auf diese Weise etwas zur Bewältigung der schwierigen Situation beitragen zu können.

Not-Befischung: Die urige Wienerwaldforelle im Netz

Not-Befischung: Die urige Wienerwaldforelle im Netz

Die originale Wienerwaldforelle. Wenige Punkte entlang der Seitenlinie, eher hell, leicht gelblicher Bauchansatz.

Es gibt Dinge die sind unaufschiebbar. In Altlengbach bei der Autobahnbrücke droht der Radweg abzurutschen, Sicherungsmaßnahmen sind dringend nötig. Und in solchen Notfällen, muss auch die Fischerei ausrücken. Bevor die Bagger anrollen, muss der Baustellenbereich elektrisch befischt werden, um das Leben der Tiere zu retten und Naturschäden zu verhindern. Bei den Arbeiten wurden natürlich die derzeit geltenden Sicherheitsabstände eingehalten.

Bei der Not-Befischung wurde der Sicherheitsabstand streng eingehalten.

Obwohl nur ein relativ kleiner Bereich abgefischt wurde, der keine größeren Gumpen oder Kolke aufweist, sah man wie reichhaltig die Fischfauna auch im oberen Flussabschnitt ist. Es wurden mehr als hundert Fische geborgen. Die meisten davon kleine Schneider, die selten und daher ganzjährig geschont sind.

Einer von dutzenden Schneidern. Selten und daher ganzjährig geschont.

Auch mehrere Koppen, ebenfalls selten und ganzjährig geschont wurden geborgen und umgesetzt. Darunter auch einige Prachtexemplare. Das ist besonders bemerkenswert, denn die Koppe stellt besondere Ansprüche an ihren Lebensraum. Sie benötigt beste Wasserqualität, eine hohe Sauerstoffkonzentration, niedrige Wassertemperaturen und einen steinigen Grund. Schön zu wissen, dass diese Voraussetzungen im oberen Revierteil gegeben sind.

Wilder Geselle. Die seltene und ganzjährig geschonte Koppe braucht kühles, klares, sauerstoffhaltiges Wasser und fühlt sich im Laabenbach wohl.

Und auch zahlreiche Forellen gingen in den Kescher. Da hier seit Jahrzehnten nicht besetzt wird, handelt es sich um den originalen Wienerwald-Stamm der Bachforelle, der besonders gut an die Bedingungen angepasst ist. Und so sieht sie aus, die Wienerwald-Forelle: Wenige größere Punkte entlang der Seitelinie, eher hell und wenn sie größer sind zu einem gelben Bauch neigend. Ein kurzer Rundruf unter alten „Fischgreiferkollegen“ bestätigte: Genau so sahen die Forellen aus, die wir in unserer Kindheit begutachtet hatten.

Eine von mehreren gefangenen Wienerwaldforellen. So hatten sie Fischgreifer vor mehr als 30 Jahren schon in Händen.

Corona-Krise: Fischen ist weiterhin erlaubt

Corona-Krise: Fischen ist weiterhin erlaubt

Aufgrund von Verunsicherungen über die derzeitigen Ausgangsbeschränkungen eine Klarstellung: Laut aktuellem Stand (17. 3. 2020) ist Fischen in Niederösterreich weiter erlaubt. Soferne man berechtigt ist, das Fischen alleine ausübt und einen Mindestabstand zu anderen Fischern einhält.

Mehr Informationen zur Situation auf der Homepage des NÖ-Landesfischereiverbandes

Diese Regelung ist auch sinnvoll. Nicht zuletzt deswegen, weil Fischen einen Beitrag zur Nahrungsversorgung der Lizenznehmer leistet. Wer seinen Fisch angelt und nicht im Supermarkt kauft, ist natürlich einem weit geringerem Ansteckungsrisiko ausgesetzt. Außerdem entlastet diese Art der Selbstversorgung das System und trägt als alternative Form der Nahrungsbeschaffung so zur Resilienz der Gesellschaft bei.

Ganz abgesehen davon trägt es zur Gesundheit der Fischer bei. Laut Gesundheitslandesrätin Königsberger-Ludwig stärkt Bewegung im Freien in der derzeitigen Situation das Immunsystem und tut auch der Psyche gut.

Angeln stärkt die Abwehrkräfte und die Psyche.

Da durch die Ausnahmesituation sicher mehr Zeit für diese sinnvolle Beschäftigung ist, habe ich mich als Fischereiausübungsberechtigter entschlossen, den Saisonstart 2020 vorzuverlegen. Ich werde noch diese Woche alle Lizenzen verschicken, sofort nach Erhalt der Lizenz dürfen die Lizenznehmer die Fischerei im Revier Grosse Tulln I/1 ausüben.

Das Aufseherteam und ich wünschen viel Kraft, Erholung und Stressabbau am Wasser.

Oswald Hicker, Fischereiausübungsberechtigter

Frühling am Forellenwasser Laabenbach (Mit Video)

In einigen Tagen ist es wieder so weit. Der Frühling hat seine Vorboten bereits unübersehbar losgeschickt. In den Auen an der Großen Tulln, die oberhalb der Anzbachmündung Laabenbach heißt, sprießen massenhaft Schneeglöckchen. Wer es pikant mag, der findet dort Bärlauch für Suppen oder Pestos.

Wie schön der Laabenbach im Ortsgebiet von Neulengbach ist, zeigt ein kurzes Video unseres Meisterfotografen Markus Berger. Er wohnt gleich neben dem Revier und ist dort immer wieder mit seiner Kamera an diesem schönen Forellenwasser unterwegs.

Momentan laichen noch die Forellen (Siehe Videolink hier), die Saison startet aber bald am ersten April. Noch sind Jahreslizenzen verfügbar (Siehe Infos hier). Und wer Passbilder braucht, bald heiraten will und eine echten Profi engagieren will, der ist hier bei Markus Berger richtig.